Deutsche Steuerzahler werden die Euro-Banken retten, Finanzminister Schäuble ebnet den Weg zum „Bail In“

Bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Washington hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erstmals einen gemeinsamen europäischen Banken-Rettungsfonds als Tatsache dargestellt. Der ESM wird als Sicherheits-Netz angezapft werden, bis die Banken-Union steht. Damit ist klar: Auf die deutschen Steuerzahler kommen neue, erhebliche Risiken zu. Die europäischen Banken sind trotz aller schönen Worte in einer ziemlich ausweglosen Situation: Sie können sich wegen ihrer eigenen riskanten Geschäfte und wegen der unverändert hohen Staatsschulden in Europa nicht aus eigener Kraft retten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat auf der diesjährigen Tagung von IWF und Weltbank in Washington in einem Statement erstmals deutlich gemacht, dass Deutschland einer gemeinsamen Banken-Rettung in Europa nicht im Weg stehen wird.
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Zypern-Hilfspaket – Wie Merkel und Schäuble die Bürger auch diesmal täuschen – Volksverdummung
Zypern-Hilfe – Was bringt das Euro-Rettungspaket? Statt Großanlegern und Banken zahlen wieder Steuerzahler die Zeche. Rettungsszenen in vier Akten
1. Akt, behauptet wird: Wir retten Griechenland.
2. Akt, behauptet wird: Auch die Banken müssen für die Krise zahlen.
3. Akt im Rettungsdrama, behauptet wird: Die Europäischen Zentralbank EZB rettet mit billigem Geld den Euro.
4. Akt, behauptet wird: Sparprogramme lösen die Eurokrise.

EU-Parlament genehmigt Bauplan der Bankenunion – economy

„Financial Cleansing“: The Cyprus Bail-in Global Banking Template.
Erläuterungen zur Bankenrettung Zyperns. Die „Blaupause“ für die Enteignung der Bürger der Eurozone.

Aus Wikipedia:
Bail In ist ein junger Begriff aus der Finanzwirtschaft. Er bezeichnet die Beteiligung von Gläubigern (also den Anlegern) einer Bank bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Instituts. Die Bezeichnung ist von Bail-out, also der Schuldenübernahme und Tilgung oder Haftungsübernahme durch Dritte, abgeleitet. Mit der Einlage von Geldern bei einer Bank (z.B. in Form eines Tagesgeldes, Sparguthabens oder einer Schuldverschreibung der Bank) wird der Anleger Gläubiger der Bank. Bei einer Insolvenz der Bank trägt der Kunde damit ein Kreditausfallrisiko.

Deckt in diesem Fall die Insolvenzmasse nicht alle Forderungen ab (was der übliche Fall ist), verlieren zunächst die Anteilseigner der Bank ihr Geld, danach die Käufer Nachrangiger Anleihen und danach alle anderen Geldanleger.

Wenn die Bank nach existenzbedrohenden Verlusten vor einer Insolvenz gerettet werden soll (damit die Anteilseigner und Anleger eben kein Geld verlieren), ist eine Rekapitalisierung, also eine Zuführung frischen Kapitals notwendig. Dieses kann von den Anteilseignern stammen, von einem Wettbewerber, der die Bank im Rahmen einer Fusion übernimmt oder von einem Rettungsfonds oder dem Staat. Durch eine solche Bankenrettung wird der Anleger von den Folgen der Bankenschieflage geschützt. Dies wird unter dem Aspekt des Moral Hazard kritisiert: Banken mit riskanter Geschäftspolitik, niedrigem Eigenkapital oder schlechtem Management haben eine geringere Bonität als andere Banken. Dies bedeutet ein höheres Insolvenzrisiko und damit die Notwendigkeit, den Anlegern höhere Zinsen zu zahlen.

Im Falle einer Bankenrettung haben die Anleger der zu rettenden Bank also die Risikoprämie in Form höherer Zinsen erhalten, müssen die Risikokosten also die Kosten der Rettung der Bank aber nicht mittragen. Daher wird eine Mithaftung der Anleger bei Bankkrisen vielfach diskutiert und auch praktiziert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bail_in

 

(C) GELDRAUB

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