Wohin mit dem eigenen Geld? Das GELDRAUB Portfolio 2014

Wohin mit dem eigenen Geld – Diese Frage stellen sich die Sparer in Europa, angesichts der verstörenden Meldungen zur Schuldenkrise in den vergangenen Wochen. Welche Strategie soll man als Sparer für 2014 wählen? Und sparen sollen und müssen wir doch alle, damit wir der drohenden Altersarmut entgehen. Auch GELDRAUB hat sich dieser Herausforderung gestellt und einen Leitfaden für Sparer für das Jahr 2014 ausgearbeitet. Die folgende Strategie berücksichtigt die verschiedenen Szenarien, die in 2o14 eintreten können: Währungscrash, Börsencrash, Wirtschaftscrash, Schuldenkrise oder es passiert einfach (wie erhofft) gar nichts! Da niemand in die berühmte Glaskugel sehen kann, müssen wir uns mit der Risikoabwägung begnügen.

Betrachten wir die gängigsten Formen der Sparanlagen und -möglichkeiten.

Sparbuch:
Die wohl schlechteste Anlageform! Auf Girokonten gibt es keine Zinsen, das geparkte Geld ist Eigentum der Bank und im Falle einer Pleite bedroht.

Tages-/Festgeld:
Für den täglichen Bedarf an Liquidität sinnvoll. Es gibt einen kleinen Zinsertrag. Auch diese Einlagen sind im Falle einer Bankenpleite bedroht.

Staatsanleihen/Rentenpapiere/Unternehmensanleihen:
Aufgrund der Schuldenkrise sind lang laufende Staatsanleihen nicht zu empfehlen. Die niedrigen Zinsen auf Staatsanleihen rechtfertigen nicht das Risiko eines Ausfalls. Rentenpapiere von Versicherern, wie Lebensversicherungen, enthalten einen sehr hohen Anteil an Staatsanleihen und sind daher dem selben hohen Risiko ausgesetzt. Unternehmensanleihen können eine Alternative darstellen, allerdings sollte man sich mit der Materie auskennen.

Aktien/Fonds/Derivate:
Aktien sind alternativlos heisst es immer wieder. Gemessen an den vorangegangenen Anlageformen ist das wohl korrekt. Dividenden gleichen in der Regel die Inflation aus, Aktien stiegen in der Vergangenheit immer. Im Januar 2014 sind Dax und Dow Jones auf All-Time-Highs. Die Gefahr: Die Börsen haben gute Unternehmenszahlen bereits vorweg genommen. Die Unternehmen müssen nun im Q1 und Q2 im Rahmen der Erwartungen liefern. Fonds bündeln Aktien und decken damit bequem Sektoren der Wirtschaft ab. Derivate sind generell nur für Spekulanten, als kleine Beimischung in Depots aber nützlich.

Immobilien/Grundstücke:
Der deutsche Klassiker. Idealerweise kann man eine Immobilie sofort bezahlen um nicht in die Schuldenfalle (langjährige Kreditaufnahme) zu geraten. Leider kann das nicht jedermann machen.

Edelmetalle:
Die oft vergessene Form der Sparanlagen. Gold und Silber werden nie wertlos, sie befinden sich tatsächlich im eigenen Besitz, sie sind weltweit anerkannt und können vermutlich noch in 100 Jahren in Währungen getauscht werden. Gold ist von der Mehrwertsteuer befreit und Gewinne sind nach einem Jahr haltefrist ebenfalls steuerfrei (keine Abgeltungssteuer). Silber wirkt als Hebel im Edelmetallmarkt und unterliegt größeren Kursausschlägen als Gold. Gold wird gehortet, Silber wird als Rohstoff verbraucht. Gold ist das Fieberthermometer der Märkte. Wenn Nervosität aufkommt, steigt der Goldpreis. Silber folgt in der Regel.

Was ist nun die geeignete Strategie für Sparer im Jahr 2014?
Darüber hat sich die GELDRAUB Redaktion in den letzten 6 Wochen Gedanken gemacht. Dazu haben wir die Gewichtung Risiko zu Ertrag 50:50 gewichtet. Das bedeutet, keine Panikreaktion auf den nahenden „Weltuntergang“, aber auch keine blinde Spekulation für hohe Renditen.

Das GELDRAUB PORTFOLIO 2014:

portfolio_2014

Liquidität in Währungen – Nicht mehr als 100.000 EUR (bis 25%)

  • Bargeld in kleinen Scheinen für 14 Tage Lebenskosten zuhause verwahren.
  • Girokonto: Rein für täglichen Cash-Flow-Gebrauch und Management (Gehaltszahlungen und Daueraufträge)
  • Tagesgeld/Festgeld: Liquiditätsspeicher für 3-6 Monate Lebenshaltung (kurze Laufzeiten bei Festgeld, max. 6 Monate), Verhältnis Tagesgeld zu Festgeld 65:35.
  • Geld ausgeben: Reale Werte verschönern uns das Leben. Gönnen Sie sich etwas, was Ihnen in schwereren Zeiten Freude bereitet. Dieses Geld ist letztlich auch gespart, die Rendite ist Ihre Freude daran.

Investments Finanzmärkte (ab 45%)

  • Aktien/Fonds/Zertifikate/Derivate: Nach eigenem Ermessen und Geschmack (Dividenden bei Aktien berücksichtigen!). Minenaktien (Big Players) sollten immer einen Anteil im Depot haben. Sie wirken wie Hebel auf den Edelmetallpreis.
  • Neuinvestments in Staatsanleihen sollten vermieden werden. Laufende Versicherungsverträge (Rentenzahlung) sollten entweder weiterhin bedient werden, oder ggf. stillgelegt werden.

Edelmetalle (ab 30%)

  • Gold und Silber: Nur physisch als Barren oder Münzen. ETFs, Zertifikate und andere Papierscheine sind unter „Finanzmärkte“ zu berücksichtigen. Gold und Silber sollten im Verhältnis 35:65 gehalten werden. 80% der Anteile sollten in bekannten Standard-Barren und -Bullions gehalten werden. 20% in Sammlerstücken oder Schmuck.

Wir sind der Ansicht, dass man mit diesem Portfolio ein ruhiges Leben in stürmischen Zeiten hat. Auch wenn keine Krise in 2014 eintritt können Vermögen, wenn auch nicht mit sehr hohen Renditen (2 bis 3-fache Inflationsrate/a als Zielsetzung), gesteigert werden. Die Liquidität sichert beispielsweise die plötzliche Zahnarztrechnung oder den unvorhergesehenen Verlust des Arbeitsplatzes ab. Die nötigen Lebenshaltungskosten sind sofort verfügbar. Allerdings sollte man die Einlagensicherung von aktuell 100.000 EUR in der Eurozone berücksichtigen. Alles überschüssige Geld sollte nicht in Währungen gehalten werden. Investments in Finanzmärkten lassen Sie an der Wertsteigerung partizipieren und gleichen die Inflationsverluste der Liquidität aus, bei Wertverlusten an den Börsen steigen Ihre Edelmetalle im Wert, was wie ein Puffer wirkt.

Diese Vermögensverteilung erlaubt es schnell auf Ereignisse zu reagieren – der Grundsatz der Überlegungen. Der Hohe Anteil an Liquidität und Finanzprodukten kann quasi jederzeit in andere Werte gewandelt werden. Der Edelmetallanteil sollte als Versicherung gesehen werden und nur im Notfall liquidiert werden. Warum das wichtig ist, zeigen die folgenden Szenarien:

1. Rückkehr der Schuldenkrise

  • Der Markt flüchtet in Liquidität, Aktien und Edelmetalle, raus aus Staatsanleihen.

2. Wirtschaftscrash/Börsencrash

  • Der Markt flüchtet in Liquidität und Edelmetalle, raus aus Aktien und Anleihen

3. Währungscrash

  • Das größte Übel, denn der Währungscrash beinhaltet 1 und 2. Der Markt flüchtet in Aktien, Edelmetalle und alle anderen realen Güter. Die Rolle der Anleihen ist nicht spezifizierbar.

In allen drei Fällen sind die Edelmetalle ein Zufluchtsort für Geld. Steigende Kurse garantiert.

4. Kein Crash in 2014

  • Der Markt wird weiterhin in Aktien und Anleihen investieren und Liquidität und Edelmetalle meiden. Das Portfolio profitiert vom hohen Anteil an Finanzprodukten. Der günstige Gold- und Silberpreis kann zur Aufstockung der physischen Positionen genutzt werden.

Gemessen an den genannten vier Szenarien kann sich dieses Portfolio für Sparer im Jahr 2014 auszeichnen. Getreu dem Motto: Sicherheit vor Risiko, Reaktionsvermögen vor Bindung und Vorsehen ist besser als Nachsehen.

GELDRAUB freut sich über alle Kommentare, bitte posten Sie Ihre Strategie für 2014!

(C) GELDRAUB

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