Muss man Bankkredite zurück zahlen? Gutachten für Gerichtsprozesse sagt nein!

Eine interessante Frage stellt sich immer mehr „Wissenden“ des Geldsystems: Wenn Geschäftsbanken Giralgeld durch Kreditvergabe aus dem Nichts erzeugen können und nur mit dem Mindestreservesatz dafür haften, warum sollte dann der Kreditnehmer dieses „Nichts“ zurück bezahlen? Wie wir wissen ist Giralgeld ist kein offizielles Zahlungsmittel (gültig sind nur Münzen und Scheine der Zentralbanken) in den Staaten. Prof. Hörmann stellt eine gewagte These auf: Geschäftsbanken erleiden keinen Verlust durch das Nichtzurückzahlen von Krediten. Lediglich der Reservesatz von 1-3% stellt das Risiko der Bank dar.

Warum sollte ein Kreditnehmer für 100% der Kreditsumme plus Zinszahlungen mit seinem privaten Vermögenswerten haften, wenn die Bank keinen eigenen Wert verleiht, sondern dieser erst durch den Kreditnehmer bei Unterschrift des Kreditvertrags entsteht? Das birgt Sprengstoff in den Kreditverträgen!

 

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Ein Beispiel, wie sich Bankkredite in der Regel darstellen:

  • Kreditaufnahme: 100.000 EUR zu 8% Zinsen p.a. (Giralgeld)
  • Reservesatz der Bank: 1% Abdeckung durch Zentralbankgeld
  • Kreditausfallschaden für die Bank: 1000 EUR (1% von 100.000 EUR)
  • Zinsen belaufen sich für Kreditnehmer auf 8.000 EUR pro Jahr (8% aus 100.000 EUR)
  • Zinseinnahmen für die Bank (Zinsen = Risikoaufschlag auf eigene Werte): 800% pro Jahr (!!!)

Der Ansatz von Prof. Hömann: Wenn Geschäftsbanken nur 1% der Kreditsummen als Risiko tragen und 99% aus dem „Nichts“ erschaffen, erleiden Sie praktisch keinen dramatischen Verlust bei Kreditausfällen. Das Geld war vor der Kreditnahme noch nicht vorhanden (aus dem Nichts geschaffen), deshalb kann es auch einfach wieder durch Buchungen in den Bilanzen der Banken wertneutral vernichtet werden. Es entsteht praktisch kein Schaden für 99% der Kreditsumme aus Giralgeld.

Wenn jedoch der Kreditnehmer seine Rückzahlungen nicht leistet, wird die gesamte Kreditsumme als Pfändungswert genommen. Der Kreditnehmer verliert 100%, da er mit seinen eigenen reellen Vermögenswerte haftet. Das hat er in seinem Kreditvertrag bei Unterschrift zugesichert. Das ist jedoch moralisch verwerflich, oder finden Sie das fair? Zudem soll er, wie im Beispiel beschrieben, 800% Zinsen bezahlen. Das nennt man „Wucher“, ein sittenwidriges Geschäft, und das ist anfechtbar. Das kann zur Auflösung eines Vertrags führen.

Prof. Hörmann führt weiter aus: In der Rechtsprechung gilt: Wenn nur ein Bestandteil eines Vertrages nachgewiesen durch Betrug erfüllt wird, dann ist der gesamte Vertrag nichtig. Übertragen auf den Kreditvertrag bedeutet das: Die Libor und Euribor-Skandale (Zinsmanipulationen) der letzten Jahre sind nachgewiesen Betrug und diverse Geldhäuser wurden zu massiven Strafzahlungen verurteilt. Das Giralgeld, das für Kreditvergaben bereitgestellt wird, ist damit ebenfalls Betrug, zumindest der Zinssatz, an dem sich alle Banken für Kreditvergaben orientieren. Damit können Kreditverträge nichtig werden!

 

Auszüge aus einem Gutachten von Prof. Hömann für Gerichtsprozesse:

„… Bei der hier erwähnten „Vorteilsnahme infolge der Giralgeldschöpfung“ handelt es sich um die Tatsache, dass die Geschäftsbank bei der Kreditvergabe über keinerlei liquide Mittel verfügen muss und auch sonst keine wirtschaftlichen Vermögenswerte zur Verfügung stellt sondern bloß einen Buchungssatz auf ihre Konten schreibt, während Kreditnehmer regelmäßig wirtschaftliche Werte in Form von Sicherheiten bereitstellen bzw. an die Bank verpfänden müssen.“

„… Um als Tauschmittel geeignet zu sein ist grundsätzlich ein eindeutiges Identifikationsmerkmal erforderlich. So verfügen Geldscheine z.B. über Seriennummern, über welche sie auch regelmäßig etwa bei der Aufklärung von Verbrechen, identifiziert werden können. Nur Gegenstände mit eindeutiger Identität  (z.B. Seriennummer, ID-Code etc.) eignen sich aus rein logischen Gründen als Tauschmittel. Auch elektronisches Geld kann dabei über eindeutige Seriennummern verfügen, wie etwa die seit 2009 verfügbaren Bitcoins (http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin). Das von den Geschäftsbanken jedoch heute in den üblichen Währungen geschöpfte elektronische Giralgeld verfügt über keinerlei Seriennummern (Buchhaltungsprogramme verfügen allgemein nicht über die Möglichkeit, neben den Buchungssätzen auch noch die Seriennummern der Geldscheine zu erfassen), sodass diese Form des Buchgeldes auch nicht als Tauschmittel interpretiert werden kann. Die einzig logische Funktion des heute in der Kreditvergabe geschöpften Giralgeldes ist daher die als Wertmaßstab (Rechenmittelfunktion) . Die Vergabe eines Hypothekarkredits in Höhe von € 100.000,- müsste dann jedoch wirtschaftlich so interpretiert werden, dass die Bank den Wert des Grundstücks auf € 100.000,- schätzt und dann diesen Wert (den Wert des Grundstücks des Kreditnehmers) auf ihre Konten schreibt. Wieso dieser Bewertungsvorgang dann rechtlich einer Leihe gesetzlicher Zahlungsmittel gleichgestellt sein sollte ist nicht erklärbar.“

„… Geschäftsbanken stellen daher bei dem von ihnen als „Kreditvergabe“ bezeichneten Vorgang keinerlei gesetzliche Zahlungsmittel zur Verfügung sondern erstellen bloß einen bilanzverlängernden Buchungssatz („Forderung an Sichteinlage“). Werden die Gelder nicht in bar behoben sondern elektronisch überwiesen, so haben auch die Kreditnehmer niemals Geld (i.S. gesetzlicher Zahlungsmittel) erhalten. Die von den Geschäftsbanken bei dem von ihnen als „Kreditvergabe“ bezeichneten Buchungsvorgang erzeugten Währungsbeträge  stellen somit eine („hauseigene“) Währung der Geschäftsbank dar. Allfällige Schadenshöhe (Vermögensschäden) bei Kreditausfällen können aber nur in gesetzlich fundierter Währung (also Euro i.S. von Zentralbank- und nicht von in einem Schreibvorgang erzeugten Buchgeld)  errechnet werden. Zu diesem Zweck kann allenfalls eine näherungsweise Umrechnung in Form einer Gewichtung mit den Absolutbeträgen der Differenz der Kreditausfallsquote der jeweiligen Geschäftsbank sowie der durchschnittlichen Kreditausfallsquote aller Institute im Zentralbankverrechnungskreis erfolgen.“‚

 

Wer sich mehr für dieses Thema interessiert, findet auf der Website kreditopferhilfe.net weitere Anmerkungen und auch Hilfe von Juristen. Dort kann auch das Gutachten zu diesem Thema gratis geladen werden. Somit kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie Kredite und Kreditverträge zu verstehen sind und welches Betrugspotenzial enthalten ist.

 

Kreditopferhilfe: Pressekonferenz 26.02.2014

 

Ein sehr spannendes Thema! Sicherlich wird man in der Zukunft dazu mehr hören!

 

(C) GELDAUB

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