Von Währungen über Aktien zu Gold – Kreislauf zum Kaufkrafterhalt für Sparer!

Wie soll ich mein hart verdientes Geld richtig sparen? Wie erhalte ich die Kaufkraft meiner Rücklagen? Fragen, die viele Menschen in diesen Tagen beschäftigen und niemand kann ausreichend Antwort geben. Jeder muss sich eine persönliche Strategie überlegen, um den optimalen Wertspeicher für sein Vermögen zu finden. Keine leichte Aufgabe!

Betrachten wir kurz die gängigen Anlagemöglichkeiten eines privaten Haushalts (ex Immobilien und Versicherungen):

Währungen
Die Währungen werden immer mehr verwässert. Verzinst werden Guthaben der Sparer durch die Null-Zins-Politik der Zentralbanken nicht mehr. Zinssätze auf Giro-, Tages- oder Festgeldkonten liegen weit unterhalb der Inflationsrate (sogar der offiziellen!). Man spart sich quasi arm, wenn man sein Vermögen in Währungen auf Konten belässt. Bargeld horten bringt überhaupt keine Zinsen, zumindest hält man sein Geld aber in den eigenen Händen.

Finanzmärkte
Vielfach werden in diesen Tagen Aktien oder Anleihen empfohlen, um sein Vermögen vermehren zu können. Doch man setzt sich damit zeitgleich einem erhöhten Risiko aus, muss sich Wissen erarbeiten und die Märkte beobachten. Man muss letztlich viel Zeit und Nerven investieren. Man kann an den Finanzmärkten bei steigenden und fallenden Kursen Gewinne machen. Gewinne winken, Investments können jedoch auch zu Verlusten werden. Trotz des Risikos bleibt kaum eine Alternative zu Aktien (gemessen an Staatsanleihen oder Währungen), um die Kaufkraft zu erhalten und noch etwas hinzu zu verdienen.

Gold
Das Argument, Gold bringe keine Zinsen und sei daher als Wertanlage nutzlos sollte spätestens seit Anfang 2014 hinfällig sein. Gold wird von vielen Menschen jetzt als ernsthafte Alternative wahrgenommen. Draghi hat quasi mit einem Flutscheinwerfer in die dunkle Goldecke geleuchtet, als er die Zinsen gen 0 gesenkt hat. Man kann davon ausgehen, dass Gold auch weiterhin die Kaufkraft erhält (der Preis steigt, da die Währung weniger wert werden). Und nicht zu vergessen: Man bezahlt keine MwSt auf Goldkäufe, Gold ist gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland.

Als Sparer sieht man sich jetzt immer mehr zum Handeln gezwungen, denn täglich wird das Geld weniger wert. Die Medien hören auch nicht auf, auf die Enteignung der Sparer hinzuweisen. Ein Ende ist nicht in Sicht, die EZB stellt eine langjährige Niedrigzinspolitik in Aussicht. Die Zentralbanken werden immer mehr drucken (müssen).

Soll ich jetzt alles in Aktien stecken, oder alles in Goldbarren investieren, oder beides?
Betrachten Sie es nicht so starr, man kann die Anlagen flexibel nutzen!

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Kreislauf zum Kaufkrafterhalt für Sparer
In einem Gespräch mit einem langjährigen Fondsmanager (er möchte anonym bleiben, arbeitet für eine renommierte Vermögensverwaltung), erzählte er GELDRAUB, was er privat mache um den Zins-Dilemma zu entkommen:

„Ich nehme einen gewissenen Anteil meines Geldes von meinem Konto (Währungen) und investiere kurzfristig in die Märkte (Aktien, Optionen, Zertifikate). Nach ein paar Tagen, wenn meine Strategie richtig war, verkaufe ich mit Gewinn und habe nun (nach Abzug 25% Abgeltungssteuer) mehr Geld auf meinem Konto. Diesen Gewinn investiere ich dann zu 2/3 physisch in Gold, mehr noch in Silber und Platin. 1/3 bleibt als Investment-Puffer, wenn meine Strategie mal nicht aufgeht. Zudem lege ich jeden Monat Geld von meinem Gehalt auf mein Konto und spare zum Teil in Währungen und in Fondsparpläne an. Mit meiner Strategie bin ich immer liquide, bin in Finanzmärkten investiert und partizipiere an den Kurssteigerungen und habe echte Sachwerte/Rohstoffe erworben, die in Zukunft mehr Wert sein werden oder zumindest die Kaufkraft erhalten. Das ganze klappt seit 2009 super, speziell die letzten 3 Jahre hervorragend, was Goldkäufe angeht: Es ist außerordentlich rentabel durch den Schereneffekt, steigende Märkte auf Ansage durch die Zentralbanken und sinkende Metallpreise durch Drückung.“

Interessant ist bei dieser Strategie zu beobachten, dass die Anlageformen fließend und täglich genutzt werden, nicht als reine Ablageform auf längere Zeit. Währungen dienen nur als kurzer Transmitter zwischen den Anlageformen Aktien/Fonds und Gold. Geld verdient mehr Geld und dessen Kaufkraft wird dann in Edelmetalle gespeichert. Das ist für Kenner der Finanzmärkte eine geniale Strategie.

Vielleicht fühlt sich der ein oder andere dazu angeregt, diese Strategie zu berücksichtigen. Vielleicht nicht ganz so aggressiv, mit Optionen und Zertifikaten, aber konservative Aktien oder Fonds sollten mittelfristig interessante Gewinne erwirtschaften, die dann in physische Edelmetalle umgeschichtet werden können.

Alles ist besser als Nichtstun, Sie müssen Ihr Risiko erhöhen, wenn Sie nicht schleichend enteignet werden möchten! Schreiben Sie Ihre persönliche Strategie bei den Kommentaren, wie retten Sie Ihr Geld?

(C) GELDRAUB

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