Vollgeld – Eine vernünftige Alternative zum verzinsten Giralgeld der Geschäftsbanken

Vollgeld – ein Wort mit enormer Sprengkraft für unser heutiges Geldsystem, dennoch ist vielen Menschen dieser Begriff nicht bekannt. Das Vollgeld bietet eine echte Alternative zum bestehenden verzinsten Giralgeldsystem. Es korrigiert die bekannten Systemfehler (Umverteilung fleißig nach reich) und könnte die nächste Evolutionsstufe unseres Geldes wie wir es kennen und verwenden darstellen. Das Prinzip: Weg mit der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken (Giralgeld mit Zinsforderung durch Privatpersonen), die Geldschöpfung wird ausschließlich durch eine Staats- oder Nationalbank (zinsloses Vollgeld durch den Staat) erbracht. Der Vorteil: Die Geldmengenausweitung würde sich stets an das reale Wirtschaftswachstum anpassen, Geldmenge und Güter würden im Einklang wachsen. Damit wäre das Geld im Wert stabil. Die Staaten müssten keine Zinslast (= Steuern für Bürger) tragen, denn Sie erhalten das Geld ohne Zinsforderungen! Ein echter Gewinn für Staat und Bürger!

Bürger und Politiker können sich mit dem Vollgeldsystem anfreunden, denn es würde einen schnellen und direkten Systemwechsel ermöglichen, ohne Crash, ohne Wirtschaftskollaps, ohne Haircuts und Enteignungen der Sparer. Je mehr die Vollgeld-Initiativen der Bürger voranschreiten (aktuell in der Schweiz), desto mehr fürchten die Inhaber der Geschäftsbanken um ihre Zukunft. Vollgeld ist der Feind der Geschäftsbanken, es bedeutet enormen Machtverlust und die Enteignung ihrer Eigentümer. Die privaten Geschäftsbanken spielen im staatlichen Vollgeldsystem keine beherrschende Rolle mehr, sie könnten keine ungedeckten Kredite vergeben, sie könnten nicht mehr exzessiv an den Finanzmärkten agieren, sie könnten nicht mehr spekulativ erwirtschaftete Millardengewinne einfahren und Mega-Boni unter sich verteilen, sie könnten nicht mehr die Politik und Staaten erpressen, sie wären nicht mehr „to big to fail“. Kurz gesagt: Game Over für ihre heutigen, durch Gier getriebenen Geschäftsmodelle.

vollgeld

 

Was ist Vollgeld?
Das Vollgeld wurde von dem Deutschen Joseph Huber entwickelt. Vollgeld ist die Abkürzung für vollgültiges gesetzliches Zahlungsmittel, herausgegeben durch die Zentralbank eines Staates. Das heutige Geld auf den Girokonten der Geschäftsbanken wird als Giralgeld oder Buchgeld bezeichnet. Es ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur ein Anspruch an die Bank, ihren Kunden auf Verlangen gesetzliche Zahlungsmittel (Banknoten und Münzen) auszuzahlen. Die Deckung von Giralgeld durch Zentralbankgeld beträgt normalerweise im Durchschnitt nur 3–6 Prozent (Mindestreserven). Dieses Giralgeld soll durch staatliches Vollgeld ersetzt werden, d.h. zu gesetzlichem Zahlungsmittel werden. Vollgeld ist tatsächlich vorhanden, bestandssicher und befindet sich im Besitz der Kunden.

Verwaltung des Vollgeldes durch staatliche Monetative
In modernen Staaten ist die Staatsgewalt in drei Gewalten aufgeteilt und zwar in Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (Regierung, Verwaltung) und Judikative (Rechtsprechung). Die Zentralbank wird die vierte Gewalt, die Monetative. Sie hat die Aufgabe, über die Währung und das Geld zu wachen, insbesondere alles Geld zu schöpfen und die Geldmenge unter Kontrolle zu behalten. Der Werterhalt des Geldes ist das oberste Ziel. Die Zentralbank als Monetative ist unabhängig von Weisungen der Regierung und des Parlaments und nur dem Gesetz verpflichtet.

Vom Giralgeld zum Vollgeld
Wie kommt man vom heutigen Geldsystem (10% Zentralbankgeld plus 90% Giralgeld) zum Vollgeldsystem? Ganz einfach – Dies geschieht dadurch, dass zu einem Umstellungstag alle Girokonten als vollgültige Geldkonten umgestellt und damit zu gesetzlichen Zahlungsmitteln werden. Am Kontostand ändert sich nichts. Die Kontoinhaber würden den Vorgang, ohne informiert worden zu sein, nicht einmal bemerken. Nach der Umstellung können die Geldkonten der Kunden weiterhin von der betreffenden Bank geführt. Das Vollgeld-Guthaben auf dem Konto ist dann aber getrennt von den Mitteln der Geschäftsbank und befindet sich im unmittelbaren Besitz des Kunden, genauso wie Bares im Geldbeutel. Neu benötigtes Geld wird von der Zentalbank auf den Konten, die die Zentralbank für den Staat führt, einfach gutgeschrieben. Es handelt sich hier um zinsfreie Überlassungen. Die Regierung bringt neu geschaffenes Geld durch öffentliche Ausgaben in den Geldkreislauf.

Vollgeld-Initiativen
Aktuell gibt es eine Vollgeld-Initiative in der Schweiz (seit dem 3. Juni 2014), das folgende Video erläutert das geplante Vollgeldsystem für die Schweiz. Lassen wir uns überraschen, wie die Eidgenossen abstimmen. Es wäre eine wahre Evolution, die die Schweiz einläuten würde! Der Schweizer Franken würde zum sichersten Geld der Welt werden!

Weitere Quellen zum Thema Vollgeld:
http://www.monetative.de/was-bedeutet-vollgeld-von-der-monetative/
http://vollgeld.de/
http://vollgeld.ch/start/index.php?redir=true
http://de.wikipedia.org/wiki/Vollgeld
Was sagen Sie zum Vollgeld? Sinnvoll? Ja oder nein? Diskutieren Sie mit!

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