Das Plunge Protection Team der USA – die letzte Rettung vor dem Finanzcrash! Sind unsere Märkte noch frei?

Wer kennt die im Jahr 1988 eingerichtete „President’s Working Group on Financial Markets“ – besser bekannt als das „Plunge Protection Team“? Schon davon gehört? Das Plunge Protection Team ist das letzte Bollwerk, die letzte Möglichkeit des Finanzsystems, einen Finanzcrash zu verhindern. Der gezielte Eingriff von Regierung und Banken in die „freien“ Märkte der USA ist Mythos und Tatsache zugleich.

Blicken wir auf die aktuellen Finanzmärkte und die Nachrichtenlage in 2015. Die jüngst gemeldeten negativen Wirtschaftsdaten decken sich kaum mit den Entwicklungen an den Aktienmärkten, die höchstverschuldeten USA haben eine außergewöhnlich starke Währung mit enormer globalen Kaufkraft, der Goldpreis fällt und spiegelt nicht das steigende Misstrauen in das Finanzsystem wider, die Geldmengen werden global enorm ausgeweitet, die Preisentwicklungen von Waren und Dienstleistungen sind hingegen rückläufig. Irgendwie passt das alles nicht zusammen, oder?  Ist dieser Zustand die Kraft und der Willen des freien Marktes? Mag sein! Es ist aber auffällig, dass die Märkte heute anders reagieren als in der Vergangenheit.

Es stellt sich die Frage, ob das Plunge Protection Team gerade aktiv ist und wie viel Anteil es am aktuellen Marktgeschehen hat. Es könnte durchaus sein, dass 2015 massiv eingegriffen und die Märkte vor einem Crash bewahrt wurden. Das Plunge Protection Team tritt der Theorie nach immer dann in Aktion, wenn das Vertrauen der Marktteilnehmer massiv schwindet und der Sell-Off droht. Mit Blick auf die Eurokrise, die China-Bubble, die Bond- und Derivate-Bombe wird das Team in Zukunft viel Arbeit leisten müssen, um das Finanzsystem vor dem Kollaps zu bewahren.

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Was ist das Plunge Protection Team und welche Befugnisse hat es?

Die Arbeitsgruppe des Präsidenten zu den Finanzmärkten (President’s Working Group on Financial Markets, umgangssprachlich das Plunge Protection Team, etwa Gruppe zum Schutz vor Börsenstürzen, kurz PPT) wurde durch Executive Order 12631 eingerichtet und diese am 18. März 1988 vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Ronald Reagan, unterzeichnet.

Die Arbeitsgruppe wurde als Reaktion auf die Ereignisse an den Finanzmärkten um den Schwarzen Montag, den 19. Oktober 1987 gegründet. Sie sollte Lösungsempfehlungen für derartige Krisen an den Finanzmärkten erarbeiten. Diese Lösungen sollten die Integrität, Effizienz, Ordnung und Wettbewerbsfähigkeit der Amerikanischen Finanzmärkte verbessern und das Vertrauen der Investoren erhalten.

Die durch die Executive Order 12631 geschaffene Arbeitsgruppe besteht aus:
Dem Amerikanischen Finanzminister, der der Gruppe vorsitzt,
Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der FED,
Dem Vorsitzenden der Amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC, sowie
Dem Vorsitzenden einer weiteren Finanzmarktaufsichtsbehörde, der CFTC

Der Begriff Plunge Protection Team war ursprünglich die Schlagzeile eines Artikels der Washington Post vom 23. Februar 1997 und ist seither die umgangssprachliche Bezeichnung für die Arbeitsgruppe in den Medien. Anfangs wurde der Begriff genutzt, um die Meinung auszudrücken, dass die Arbeitsgruppe dazu diene, die Märkte bei Kursstürzen zu stabilisieren.

Finanzmarktkommentatoren der britischen Tageszeitungen, The Observer und The Daily Telegraph, sowie der Kongressabgeordnete und mehrmalige Präsidentschaftsbewerber Ron Paul und die Autoren Kevin Phillips (der behauptet, über keine Informationen aus erster Hand zu verfügen) und John Crudele warfen der Gruppe vor, ihre gesetzlichen Befugnisse überschritten zu haben. Charles Biderman, Chef von TrimTabs Investment Research, ein Unternehmen, das Kapitalströme an den Finanzmärkten untersucht, verdächtigte, dass die amerikanische Regierung oder die FED nach der Finanzmarktkrise von 2008 Stützkäufe an den Aktienmärkten unternommen hätten. Er sagte, wenn das Geld zum Stützen der Aktienpreise nicht von den traditionellen Marktteilnehmer gekommen sei, dann müsse es woanders her stammen. „Warum sollte der Aktienmarkt auch nicht stabilisiert werden?“ Ferner haben weitere Offizielle der Regierung empfohlen, die Aktienpreise stabil zu halten.

Kritiker werfen der Gruppe vor, ein ausgeklügelter Mechanismus zu sein, um in Finanzkrisen die Aktienmärkte durch Stützkäufe zu manipulieren. Dazu soll die Regierung Kapital einsetzen, um gezielt Aktien oder Aktienindex-Futures zu kaufen. Beides ist nach amerikanischem Recht verboten. Andere Autoren bezeichnen diese Vorwürfe als Verschwörungstheorien. Sprott Asset Management veröffentlichte im August 2005 einen Bericht, nachdem kein Zweifel daran bestehe, dass das Plunge Protection Team an den Finanzmärkten interveniert. Allerdings werden solche Artikel häufiger in dem Versuch publiziert, die Banken durch solche Maßhalteappelle vom Kauf von Aktienindex-Futures zu überzeugen.

Das frühere Aufsichtsratmitglied der FED, Robert Heller, vertrat im Wall Street Journal die Auffassung, die FED solle anstatt die Wirtschaft mit Geld zu fluten und dadurch die Inflationsgefahr zu erhöhen, besser gezielt Aktienindex-Futures kaufen und so den Markt als Ganzes stabilisieren. Diese Aussage wurde Grundlage von Vorwürfen, die FED habe genau so gehandelt. Etablierte Analysten bezeichneten diese Vorwürfe wiederum als Verschwörungstheorien, sie seien zu einfach und haltlos. Autor Kevin Phillips schrieb in seinem 2008 veröffentlichtem Buch Bad Money, er habe kein Interesse, ein Ermittler in Verschwörungen zu werden. Jedoch kam er zu dem Ergebnis, dass irgendwelche Entscheidungen auf höchster Ebene in Washington getroffen worden seien, einen Rettungsmechanismus für den Aktienmarkt einzurichten. Dieser solle insbesondere wichtige Banken vor der Aussetzung an nationalen und internationalen Währungs- und Kreditkrisen schützen. Phillips schließt, dass es für die Arbeitsgruppe der einfachste Weg wäre, in Kursstürze durch den Kauf von Aktienindex-Futures zu intervernieren. Entweder in Zusammenarbeit mit den wichtigen Banken, oder durch die FED oder das Finanzministerium.

Am 6. Oktober 2008 veröffentlichte die Arbeitsgruppe einen Bericht, indem sie bekannt gab, die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt zu haben, um die Finanzmärkte zu stabilisieren. Der Kauf von Aktien wurde im Bericht nicht erwähnt. Der Staat werde möglicherweise Eigentümer von Aktien an Unternehmen, denen er zuvor Kredite gewährt hat. Denn im Gegenzug für die Kredite habe der Staat Optionsscheine als Sicherheiten erhalten. (Quelle: Wikipedia)

Da wenig Offizielles bekannt ist und das Plunge Protection Team keinerlei Veröffentlichungen anbietet, bleibt nur der indirekte Beweis. Die folgenden beiden Videos können wir Interessierten empfehlen. Ob dies alles der Wahrheit entspricht können wir jedoch nicht prüfen. Das Plunge Protection Team lässt Raum für eigene Interpretationen, die Sie gerne kommentieren dürfen!

Video: CNBC Live Interview Plunge Protection Team Eingriff in S&P500

Video: Whistleblower Interview, Februar 2015

Source: Zerohedge.com

 

(C) GELDRAUB

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