Crash der Aktien- und Rohstoffmärkte! Anzeichen für einen globalen Kollaps? Was folgt als nächstes?

Sie sind kaum zu überhören – die Warnungen vor einem neuen Finanzcrash sind mittlerweile auch in den Mainstream Medien angekommen. Während Analysten von „nötiger Verschnaufpause“ sprechen, prophezeien andere das Platzen der Blasen. Was ist Fakt und was bedeutet das für uns Bürger und Sparer für das restliche Jahr 2015?

Betrachten wir die folgenden Charts. Sie sehen hier eine Zusammenfassung der Entwicklungen der letzten drei Monate der wichtigsten Rohstoffe, Indizes und Währungen. Es zeigt, wohin das Geld fließt und umgeschichtet wird. Das Besondere im August 2015: Aktien und Rohstoffe fallen zeitgleich mit enormen Tempo auf breiter Ebene. Es erinnert an den Beginn der Finanzkrise 2007/2008, als die Lehman-Pleite noch nicht verkündet war. Die jetzige Entwicklung ist ein erneutes deutliches Zeichen dafür, dass etwas im Finanzsystem nicht stimmt. Diese Charts zeigen uns, dass wir bereits mitten drin sind in der Krise und es ein heißer Herbst werden könnte. Die Weltwirtschaft steht eben nicht so stabil da, wie man uns immer wieder mitteilen möchte. Der Markt nimmt die Zukunft stets voraus, es wird also eher dunkel statt hell am Finanzhimmel, egal was offizielle Wirtschaftsdaten berichten.

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Zusammenfassend können wir feststellen
Die Marktteilnehmer flüchten aktuell aus Aktien und Rohstoffen, hin zu Währungen und Anleihen. Der Grund? Die Weltwirtschaft stockt! Es herrscht Angst vor der Zukunft. Die Nachrichtenlage hat sich in den vergangenen Wochen nicht verbessert – das treibt die Menschen aus den Aktienmärkten, die Rohstoffe verlieren durch ein drohendes Überangebot an Industriemetallen oder Energieträger. Das Kapital fließt in Staatsanleihen, auch wenn es nur noch Minizinsen gibt – sicher ist sicher. Reservewährungen wie USD und EUR werden verstärkt gekauft. Auch die Cashbestände dürften gestiegen sein. Wer sich das folgende Bild genau ansieht, erkennt schnell warum wir diese Marktbewegungen gerade beobachten:

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In Krisenzeiten schichtet sich das Kapital von oben nach unten um. Gefragt sind gerade die Währungen (Paper Money). Die letzte Stufe nach unten ist dann das Gold. Auch diesen Schritt werden wir noch sehen, wenn der Goldpreis pro Unze gegenüber den Währungen ansteigt, bzw. die Währungen gegenüber Gold abwerten. Das ist dann im Extremfall die bekannte Hyperinflation, wo das Papiergeld (unsere Währungen) gegenüber realen Werten wertlos verfallen. Wie bekanntlich schon hunderte male zuvor mit Fiat-Money-Währungen.

Boom and Bust
Es sieht in der Tat so aus, als sei der 7-Jahres-Boom-Zyklus im Herbst 2015 vollendet. Die Boomphase endet, die Bustphase beginnt. Nur wird es viel brutaler als 2007/2008. Denn diesmal ist die gesamte Finanzwelt betroffen, von den USA über Europa, Indien, Japan bis nach China. Es kann das große Finale des Geldsystems werden, die unglaublichen Mengen an Schulden werden letztlich zum Vertrauensverlust führen! Das System kann nicht aber auch noch erneut wehren: mit Gelddrucken, Konjunkturprogrammen auf Pump, größeren Rettungsfonds und zusätzlich mit alldem, was noch nicht erfunden wurde. Es verzögert eben alles nur noch ein wenig. Der Point of no return ist seit 2008 definitiv erreicht.

Warum steigt der Goldpreis nicht?
Dass der Goldpreis nicht steigt, bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist! Beobachten Sie den Spotpreis aber ab September genauer. Er ist ein Indikator für den Zusammenbruch der Währungen. Dringend zu empfehlen ist hin und wieder ein Besuch beim Edelmetallhändler. Wenn die physischen Bestände knapp werden, sollten sie reagieren!

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(C) GELDRAUB

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