Wissenschaftliche Studie beweist: Banken schöpfen Geld aus dem Nichts!

Die Studie von Prof. Richard Werner präsentiert den ersten empirischen Beweis in der Geschichte zur Frage, ob Banken Geld aus dem Nichts schaffen können. Die Bankenkrise hat das Interesse an diesem Thema wieder neu aufleben lassen, aber die Frage blieb ungeklärt. Die Fachliteratur kennt drei Hypothesen. Nach der Finanzintermediär-Theorie sind Banken lediglich Vermittler wie andere Finanzinstitutionen, die keine Banken sind; demnach sammeln sie Einlagen, welche dann verliehen werden. Nach der Teilreserve- Theorie sind Banken bloße Finanzvermittler, die individuell betrachtet nicht Geld schöpfen, während sie das im systemischen Zusammenspiel letztendlich doch tun. Eine dritte Theorie behauptet, dass jede einzelne Bank Geld „aus dem Nichts“ schaffen kann und zwar indem sie Kredit vergibt (die Kreditschöpfungstheorie).

 

geldschoepfung

 

Die Frage, welche der Theorien richtig ist, hat weitreichende Implikationen für Forschung und Politik. Überraschenderweise gibt es trotz des langjährigen Streits bis jetzt keine empirische Studie, welche die Theorien überprüft hat. Diesen Beitrag liefert die vorliegende Studie. Ein empirischer Test wird durchgeführt, in dem das Geld von einer kooperationsbereiten Bank geliehen wurde, während durch Überwachung der internen Aufzeichnungen festgestellt wird, ob im Prozess der Kreditvergabe von anderen Konten innerhalb oder außerhalb der Bank Mittel transferiert wurden oder ob diese neu erschaffen wurden. Diese Studie stellt zum ersten Mal empirisch eindeutig fest, dass einzelne Banken Geld aus dem Nichts schaffen.

Die Geldmenge wird „wie durch Zauberei“ von einzelnen Banken „aus dem Nichts“ geschaffen. »Die Wahl des Wertmaßstabes, des Geldsystemes, der Geld- und Kreditgesetzgebung liegt in der Hand der Gesellschaft selber, und die Naturverhältnisse … haben eine vergleichsweise untergeordnete Bedeutung. Hier erhalten also die in der Gesellschaft maßgebenden Gelegenheit, das Resultat ihrer nationalökonomischen Weisheit – oder Torheit – direkt zu zeigen und zu erproben. Daß die letztere Eigenschaft dabei oft die Oberhand gehabt hat, das zeigt uns die Geschichte des Geldwesens, die voller großer, verhängnisvoller Irrtümer ist.«

 

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Quelle: sciencedirect.com
Die Studie eigene sich für alle Leser, die genauer wissen möchten, woher unser Geld kommt, wie es entsteht, wer es schöpft und wie das Geldsystem funktioniert. Ergänzend zu diesem Thema empfehlen wir die folgenden beiden Videos von Prof. Werner.

Video: Prof. Richard Werner – Interview, Monetative Jahrestagung Berlin 2012

 

(C) GELDRAUB

 

 

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