Rückt die Inflation doch näher?

Gold und Silber: Rückt die Inflation doch näher?

Inflation – wer zurzeit davon spricht, wird meist müde belächelt. Die Notenbanken rund um den Globus drucken Geld, doch die Verbraucherpreise sind bislang nicht angesprungen. Wenn überhaupt, so hört man immer wieder, dann könnte Deflation zum Problem werden. Aber Inflation? Sicher nicht. Wirklich? Auf den ersten Blick: Ja. Im August betrug die Inflationsrate in Deutschland 1,5 Prozent, im Juli lag sie noch bei 1,9 Prozent. Und eine solcher Anstieg ist kein Grund zur Besorgnis. Freilich mag der eine oder andere widersprechen und sagen, dass die Inflationsrate gefühlt wesentlich höher ist. Und auch das ist richtig. Die moderate Teuerungsrate im August ist darauf zurückzuführen, dass Mineralölprodukte die meiste Zeit des Monats kaum verteuert haben. Dagegen stiegen die Preise für Lebensmittel um 4,9 Prozent. Und das macht sich bei vielen Verbrauchern bemerkbar.
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Wissen zu Inflation

Inflation (von lat.: das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine allgemeine Erhöhung der Güterpreise, die entsprechend das Absinken der Kaufkraft zur Folge hat.

Am häufigsten wird zur Messung der Inflation der Verbraucherpreisindex herangezogen. Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt (in Deutschland 2,3 Personen) festgesetzt wird. Seit Juli 2002 wendet das Statistische Bundesamt die sogenannte „Hedonische Preisbereinigung“ zur Berechnung der Inflation für manche Warengruppen an. Dabei soll die Qualitätssteigerung von Produkten bei ihrer Bewertung mit einberechnet werden. Diese Methode wird überwiegend für IT-Produkte verwendet, die einem raschen Wandel unterliegen und die nicht über einen längeren Zeitraum in identischer Form beobachtet werden können.
Die Einführung der hedonischen Preisbereinigung führt zu deutlich geringeren Inflationsraten. Kritiker bemängeln, dass die hedonische Preisbereinigung nicht Produktverschlechterungen (zum Beispiel billigere Bauweise, kürzere Lebensdauer) berücksichtige. Neben dieser rein statistischen Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen.
Originalquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

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