Der Staat auf der Jagd nach den Vermögen der Bürger – Steigende Besteuerung auf alle Vermögenswerte

Der Staat braucht Geld, viel Geld! Und wo holt er es sich am besten? Bei den Zentralbanken und bei seinen Bürgern. Bereits heute muss die deutsche Bevölkerung rund 10% der Steuereinnahmen Deutschlands für Zinszahlungen aufbringen, das sind rund 60 Milliarden Euro pro Jahr. Durch die überproportional gestiegenen Schulden der letzten Jahre wird eine Erhöhung der Leitzinsen steigende Zinsleistungen erzeugen. Dieses Dilemma treibt den Staat stetig voran, sich neue lukrative und steigende Steuereinnahmen zu sichern, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Hart erarbeitete Steuern gehen verloren, die nicht produktiv eingesetzt werden können, beispielsweise zum Aufbau der Infrastruktur, den Ausbau des Bildungssystems oder zum Erhalt der Kulturlandschaft.

Jeder spürt doch, dass Sand im Getriebe ist: In der Politik, im Bankensystem, im Arbeitsmarkt und beim Kaufkraftverfall des Geldes, um nur einige Bereiche zu nennen. Hört und sieht man sich um, im Bekanntenkreis, in den alternativen Medien, bei den Kommentaren der Main-Stream-Medien, so fällt auf, dass wir Bürger wissen dass etwas Unangenehmes auf uns zukommt: Die Enteignung der Sparer durch Niedrigzinsen sind den meisten bekannt, die drohende zusätzliche Besteuerung durch den Staat missachten viele unwissentlich.

Jedermann möchte in diesen Tagen seine Werte in vermeintlich sichere Anlagen umzuschichten. Ein Beispiel: Wenn jemand 250.000 EUR bar angespart hat (das sind in Deutschland nicht wenige Personen), wird er primär versuchen, der Enteignung zu entkommen. Durch den Kauf einer Immobilie, durch das Investment in Aktien und durch den Kauf von Gold, Silber, Platin oder Palladium. Hauptsache kein Bargeld mehr auf den Girokonten halten und Gewinne erzeugen! Das ist soweit richtig und vernünftig, angesichts der dramatischen Lage in unserem Bankensystem. Doch es ist nur die eine Seite der Medaille.

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Der Staat beobachtet genau, was seine Bürger machen und wie sie ihr Vermögen umschichten. Entsprechend reagiert der Staat passt er seine Steuerstrategie permanent an. Der Staat denkt offen und für jedermann hörbar über eine Erhöhung von Steuern nach, egal auf welche Sach- und Vermögenswerte. Es wird für Bürger also in Zukunft immer teuer, teil dieses Staates zu sein. Sie Politik analysiert die Kapitalströme der Bürger, entsprechend werden ganz gezielt die die Steueranpassungen eingeführt und vorbereitet. Der Staat möchte immer mehr mitverdienen, egal wie die Bürger agieren. Er muss so handeln – den steigenden Druck der Zinslast der Staatsschulden muss der Bürger ausgleichen, immerhin bürgern wir für die Zinszahlungen unserer Schulden. Wir alle sind der Staat.

Im Moment werden von staatswegen alle möglichen Besteuerungen diskutiert. Keine davon, die Sparer und Vermögende betrifft, soll gesenkt werden – ganz im Gegenteil! Hier ist ein Ausschnitt der Gedankenspiele der deutschen und europäischen Politik, wie sie die Steuereinnahmen weiter erhöhen können:


Immobilien

Vier Bundesländer werden die Grunderwerbsteuer 2014 weiter anheben. Die Steuerrate hat sich in einigen Bundesländern seit 2006 fast verdoppelt. Zudem werden Immobilien immer teurer. Die steuerlichen Belastungen beim Erwerb eines Eigenheims explodieren. In Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein soll die Grunderwerbsteuer ab dem 1. Januar 2014 erneut um bis zu 1,5 Prozentpunkte steigen, berichtet n-tv. Dadurch erhöht sich etwa die Steuerbelastung beim Kauf einer 250.000 Euro teuren Eigentumswohnung um bis 3.750 Euro zu Euro. Auch der Erwerb eines Hauses oder eines Grundstücks wird entsprechend teurer. Quelle: DWN
Konsequenz: Viele Immobilienkäufer haben diese Zusatzkosten nicht einkalkuliert. Im Extremfall droht der Verlust der Immobilie, wenn man die Kreditraten nicht mehr voll zurück zahlen kann.

Finanzmarkt
Das Bundesfinanzministerium rechnet für frühestens 2018 damit, dass die Kapitalerträge wieder nach dem jeweiligen Einkommensteuersatz besteuert werden. Grund sei, dass die internationalen Vereinbarungen zum automatischen Informationsaustausch von Finanzkonten erst ab 2017 allmählich von den bisher 46 Teilnehmerstaaten umgesetzt würden. Quelle: Zeit
Konsequenz: Der Staat möchte sich einen großen Teil der Gewinne einstecken, beteiligt sich jedoch nicht an dem Risiko des Investments. Aktien werden damit beim Privatanleger uninteressanter, er verliert eine wichtige Quelle zur Kapitalsteigerung und zum Inflationsausgleich.

Lebenshaltung
SPD-Finanzexpertin will 16 Prozent auf alles. Sieben oder neunzehn Prozent – an den Mehrwertsteuer-Dschungel traut die Politik sich nicht ran. Eine Abgeordnete hat eine neue Idee, doch die würde vor allem Lebensmittel teurer machen…Die reguläre Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 19 Prozent, der ermäßigte Satz, der unter anderem für die meisten Lebensmittel gilt, bei sieben Prozent. Ein einheitlicher Steuersatz von 16 Prozent werde „im Schnitt“ niemanden belasten und niemanden entlasten.  Die meisten Verbraucher hätten einen sehr gemischten Konsum. „Lebensmittel würden etwas teurer werden, aber die sind bei uns ohnehin gigantisch billig“. Quelle: FAZ
Konsequenz: Eine einheitliche Mehrwertsteuer benachteiligt alle, für die die Lebenshaltungskosten (Nahrungsmittel) gemessen am Einkommen schon sehr hoch sind. Gerade Rentner werden davon hart getroffen. Der Staat erhöht gezielt die Steuereinnahmen auf alles Lebensnotwendige und sichert sich damit steigende Steuereinnahmen. Auf Luxusartikel (Porsche, 55 Zoll TV) kann jeder verzichten, auf Essen eben nicht.

Edelmetalle
Zum Jahreswechsel 2013/2014 wurde die Mehrwertsteuer auf Silber von 7% auf 19% erhöht. Es kann durchaus passieren, dass der Staat den Goldhandel besteuert oder die Mehrwertsteuer auf Silber weiter erhöht. Auch ein vorübergehendes Goldverbot kann nicht ausgeschlossen werden, wenn es auch unwahrscheinlich ist. Goldbesitz ist der Gegenspieler zum verzinsten Geldsystem und ist nur schwer registrierbar.
Konsequenz: Der Staat möchte gerne immer über die Vermögenslage seiner Bürger Bescheid wissen, Edelmetalle könnten einen Schuldenschnitt entkommen, da anonym.

Sparkonten
Spanien will Zwangs-Abgabe auf Bank-Konten einführen. Die Niedrigzins-Politik der EZB hat in Spanien als erstem europäischem Land konkrete Folgen für die Bankkunden. Die Regierung will eine Zwangsabgabe auf Bank-Konten erheben. Die Maßnahme weckt Erinnerungen an die Zwangs-Abgabe in Zypern. Es wird erwartet, dass ähnliche Maßnahmen auch in anderen europäischen Staaten folgen. Quelle: DWN
Konsequenz: Neben den Niedrigzinsen auch noch eine Sondersteuer auf Einlagen. Der Staat und die Zentralbanken möchten mit dieser Maßnahme die Geldumlaufgeschwindigkeit erhöhen und Sparer vom Horten von Geld abhalten.

Anlageklassen deutscher Privathaushalte: Das meiste Vermögen befindet sich in Versicherungen und in Bar- und Spareinlagen:
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Es gibt kein Entkommen – der Staat zieht stetig nach

Die Strategie und das Ziel des Staates: Immer wenn ein Vermögenswert starke Zuläufe findet, wird sich der Staat durch (neue) Steuern daran beteiligen. Egal wohin der Sparer flüchtet, der Staat wird seinen Mantel der Besteuerung darum legen. Scheibchenweise werden die Gesetze dazu verabschiede, so dass man das Ausmaß nicht wahrnimmt. Als Bürger, Sparer und Arbeitnehmer sind Sie in der heutigen Zeit ganz offenbar der „Dumme“. Der Enteignung zu entkommen und zeitgleich die Besteuerung zu seinem Vorteil zu gestalten ist jetzt unmöglich geworden. Letztlich bezahlen Sie auf beiden Wegen die Zinsen, die sich ein paar wenige Personen einstecken.

Auch Sie werden davon betroffen sein: heutiger Luxus für alle wird in Zukunft wieder echter Luxus für wenige sein!

 

Diskutieren Sie mit!
(C) GELDRAUB

 

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